Wenn eine Beziehung Schmerzen verursacht…

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Schwierige Beziehungen
Für mich macht es einen Unterschied, ob die schwierige Beziehung mir Leid oder Schmerz verursacht.
 
 
Was ist Leid?
Leiden ist einen Schmerz chronisch werden zu lassen. Leid ertragen wir. Wir geben dem Schmerz Raum sich an die Erinnerung dessen, was ich beweine zu heften, um nicht aufzuhören, es zu beweinen, um es nicht zu vergessen – zu verleugnen – los zulassen und somit den Schmerz durch Leid zu ersetzen. Man stürzt sich in das Allerschlimmste um dem Schlimmsten zu entkommen.
Leiden lähmt, will bleiben und keine Lösung erfahren. Leiden lässt einen ohne Zuversicht, ohne Selbstliebe auf der Stelle treten. Es ist als säße man auf einer Schaukel: ständig in Bewegung mit allen Auf und Ab´s und dennoch kommt man nicht von der Stelle.
 
Was bedeutet Schmerz in der Beziehung?
Der Schmerz bringt einem sich selbst näher. Durch den Schmerz geht man durch. Wie Eva Maria Zurhorst sagt, man nimmt den Schmerz wie ein zu tröstendes Baby liebevoll, wiegend in den Arm, solange bis er sich beruhigt hat. Still, einsam, sich spürend, in sich hineinfühlend und schlussendlich heilend. Dadurch, dass man ihn anerkennt, ihm gewahr ist, wird der Schmerzkörper nicht mehr gefüttert und hungert aus.
 
Was unterscheidet Schmerz und Leid?
Der Schmerz hat immer ein Ende, gibt einem das Gefühl einen Schritt weiter gekommen zu sein, sich selbst wieder etwas besser kennen- und verstehen gelernt zu haben.
 
Das Leiden hingegen ist unendlich, stagnierend, als ob man immer wieder gegen die gleiche Wand läuft.
 
 
Welche Möglichkeiten eröffnen mir Schmerz und Leid?
Schmerz gibt einem letztendlich den Mut und die Kraft SEINEN EIGENEN WEG zu gehen und sich zu freuen, wenn der / die PartnerIn, FreundIn, Familie von sich aus mitgehen.
 
Leid lässt einen erstarren und damit sein ganzes Umfeld erhärten, erkalten und erschauern. Es lässt einen an Vergangenen klammern, verweigert Weiterentwicklung, ist eine irrelevante Treue gegenüber dem Abwesenden. 
 
Eine schwierige Beziehung, welche Schmerzen verursacht ist der klare Anstupser seinen eigenen Weg zu gehen und wunderbar dafür geeignet sich zu heilen, sich zu entwickeln, glücklich und selbst-bewusst zu werden.
 
Eine schwierige Beziehung, die Leid verursacht ist Selbstsabotage, der trotzige Versuch nicht erwachsen zu werden, die exhibitionistische Forderung an die Gesellschaftliche getröstet zu werden, jedoch nicht um des Trostes willen, sondern weil das Leid Zeugen braucht.
 
 
Wie beende ich mein Leid?

Meines Wissens beendet man das Leid in dem man sich bewusst wird, dass Leid ein Boykott von sich selbst gegen sich selbst ist, um die persönliche Weiterentwicklung nicht in Angriff zu nehmen.

Warum macht der Mensch so etwas?

  • Weiterentwicklung ist immer mit Trennung verbunden. Etwas geht – es entsteht eine Leere – etwas Neues füllt diese Leere.

Warum dann diese Verweigerung?

  • Trennung zu erleben ist im Unbewussten die Bestätigung des Lebensziels: den körperlichen Tod. Alles was wir im Leben tun bringt uns den Tod näher. Man setzt sich Scheuklappen auf und spielt wie ein kleines Kind „Kuckuck“. Wenn ich die Augen schließe und die Anderen nicht sehe, sehen diese mich auch nicht. Wenn ich keine Veränderung, keine Trennung zulasse, dann bewege ich mich nicht – also komme ich dem Tod nicht näher.

 


Wie entrinne ich dem Leid?
Schritt für Schritt muss man lernen:
  • Unabhängig zu werden 
  • Seinen eigenen Weg zu gehen 
  • Verantwortung zu übernehmen 
  • Eigene Entscheidungen zu treffen 
  • Sich selbst zu lieben
  • Zu wissen: „Wer bin ich?“
  • Seine Bedürfnisse zu kennen
  • Seine Ziele klar zu definieren
  • Sich selbst treu zu sein

Wichtig bei der Unabhängigkeit ist wie Jorge Bucay es so treffend benennt hat:

 Die Selbstabhängigkeit. Sich bewusst zu sein, dass man niemals unabhängig sein kann. Man braucht eine Arbeit um Geld für seinen Lebensunterhalt zu verdienen – man braucht einen Haus / Wohnung um ein Dach über den Kopf zu haben und man braucht andere Menschen zur Bestätigung, Liebe, Sexualität, Unbeschwertheit und zum Austausch.

Selbstabhängig bedeutet in dem Zusammenhang, dass ich weiß, was meine Bedürfnisse sind und ICH mich darum kümmere sie zu stillen.

Das bedeutet im Alltag: Wenn ich von X keine Anerkennung erhalten, weil er mir das entweder nicht geben kann oder will, liegt es in meiner Verantwortung mich an Y oder Z zu wenden. Damit lasse ich los, übernehme die Verantwortung für mich und jage nicht etwas hinterher, nur um die Bestätigung zu erhalten „ich bin es nicht wert“.

 

 

Das sind meine Gedanken dazu. Basierend auf fundiertem Fachwissen, Berufserfahrung sowie eigenem Erleben.  All dies teile ich sehr gerne bei einem Coaching zur persönlichen Weiterentwicklung und zum Erlangen einer erfüllten Beziehung.